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Pro IGS Visselhövede

Häufig gestellte Fragen zur Integrierten Gesamtschule

 

Würden Sie ein Kind mit Empfehlung für das Gymnasium auf eine IGS schicken?

 

Als Antwort mag die Aussage von Frau Assenheimer von der Landesschulbehörde helfen. Beim Abitur in Osterholz -Scharmbeck erreichten die Schüler der IGS im Durchschnitt die-selben Ergebnisse, wie die Schüler des dortigen Gymnasiums (bis auf die zweite Kommastelle genau gleich).

Die IGS ist in der Lage, eine Binnendifferenzierung durchzuführen, d.h. Schüler unterschiedlicher Lernstände in den Unterrichtsstunden durch Auswahl verschiedener Lernmaterialien und Angebote zu fördern und zu fordern. Dies gehört zum pädagogischen Konzept und wird mit Erfolg praktiziert.

Nicht nur die Fähigkeit seinen Wissensstand zu erweitern ist heutzutage bei der Berufswahl gefragt. Sehr von Bedeutung ist die Fähigkeit, eigenverantwortlich  in Teams zu arbeiten. Dies wird an der IGS von Beginn an geübt. Durch Projektarbeit, bei der am Ende immer das Ergebnis der Gruppe zählt, wird das Erlernen sozialer Kompetenzen geübt. Um zu einem guten Gruppenergebnis zu kommen müssen die Schüler lernen, konstruktive Kritik zu üben, Aufgaben zu verteilen, sich auch mal in der Gruppe durchzusetzen, wenn etwas ihrer Meinung nach nicht richtig läuft.

Ja, wir würden unsere Kinder auch mit Gymnasialempfehlung auf einer IGS anmelden, sollte sie in Visselhövede eingerichtet werden können.


Warum haben in letzter Zeit so viele Gemeinden Gesamtschulen beantragt?

 

Weil sie versuchen, sich geschickt an den demographischen Wandel anzupassen!

Der demographische Wandel, (Rückgang der Geburtenzahlen bei vergleichsweiser Zunahme der älteren Einwohner) führt gerade im ländlichen Raum zu einem starken Druck, die Schulsysteme an sinkende Schülerzahlen anzupassen. Die Schulstandorte in den Grundzentren sind in Gefahr.

Gleichzeitig brauchen wir mehr Schüler mit höherwertigen Abschlüssen, um im internationalen Wettbewerb auf allen gesellschaftlichen Ebenen mithalten zu können.

Wir können es uns also nicht leisten, Potentiale ungenutzt liegenzulassen. Aus diesem Grund werden die „integrierten Systeme“ auch in Deutschland zunehmend attraktiver, da sie die Schullaufbahnen unserer Kinder wesentlich länger offenhalten.

Viele Eltern tun sich schwer, ihre Kinder nach der vierten Klasse trotz Empfehlung auf der Hauptschule anzumelden. Da können die Hauptschulen noch so gute Arbeit leisten, sie werden nicht mehr ausreichend von den Eltern angewählt.

In Visselhövede wird das mit jedem Jahr deutlicher.

Für unsere Stadt bedeutet das, das die Hauptschule in absehbarer Zeit nicht mehr dauerhaft die Schülerzahlen aufweisen kann, die ihr Bestandsschutz garantieren. Auch die Außenstelle des Ratsgymnasiums ist nur eine Übergangslösung und wird 2011 aller Wahrscheinlichkeit nach wegfallen.

Wir sind der Meinung, dass nur integrierte Systeme wie die IGS den Schulstandort Visselhövede dauerhaft sichern können!

 Andere Gemeinden haben dies noch früher erkannt. So gab es zum Beispiel in Bothel eine einstimmige Ratsentscheidung für den Antrag auf Errichtung einer IGS.


Sind die Lehrer nicht überfordert, wenn sie Schülern unterschiedlicher Leistungsstärken in einer Klasse gerecht werden sollen?

 

Diese Frage stellen Sie am besten bei der nächsten Infoveranstaltung. Die Lehrer, die wir bislang aus integrierten Gesamtschulen zu dem Thema gehört haben, machten nicht den Eindruck überfordert zu sein. Ganz im Gegenteil!  Viele sind auch nach langjährigem Einsatz an IGSen immer noch von dem Konzept überzeugt und verrichten ihre Arbeit mit großer Zufriedenheit.


Wie erfolgt die Zusammensetzung der Klassen?

 

Die Zusammensetzung der Klassen soll die prozentuale Verteilung der ausgesprochenen Empfehlungen wiederspiegeln. Beispiel: 30% der Schüler haben eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen, 55% eine für die Realschule und 15% eine für die Hauptschule. Die Klasse wird sich dann in etwa anteilig so zusammensetzen.Im Unterrichtsalltag sind Verfügungsstunden integriert, die auf unterschiedlichste Art und Weise genutzt werden können. Hier können z.B. Probleme im Klassenverband, Probleme mit einzelnen Lehrern, Anregungen seitens der Schüler, Planung von Klassenfahrten und vieles mehr behandelt werden. Der Schulalltag kann durch das Ganztagsangebot wesentlich aufgelockerter und lebendiger gestaltet werden.


Kann man einem Fünftklässler eine Ganztagsbeschulung überhaupt zumuten? 

 

Würden Sie ein Kind mit Empfehlung für das Gymnasium auf eine IGS schicken?